DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Freitag, 09.10.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Gesellschaft

Stadt hisst erneut israelische Flagge

Am Freitagabend kletterte ein junger Mann schnell und geschickt auf den Fahnenmast vor dem Augsburger Rathaus, um die seit einigen Tagen gehisste israelische Flagge herunterzureißen.

 

Flagge Nr. 2 © DAZ

Die Aktion wird von einem mutmaßlichen Mittäter gefilmt und das Video ins Netz gestellt. Die jungen Männer mit Migrationshintergrund amüsieren sich und der Kletterer versucht noch am Tatort die Flagge anzuzünden. Eine junge Frau hindert ihn dabei erfolgreich. Die mutmaßlichen Täter werden wenig später von der verständigten Polizei gefasst. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, heißt es. „Dieser feindselige, antisemitische Akt beunruhigt mich zutiefst“, sagte Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) am Morgen danach der Augsburger Allgemeinen. Man verurteile derartige Handlungen aufs Schärfste und werde Anfeindungen gegen Israel auf Augsburger Boden nicht dulden, so Weber.

Diese Fahne symbolisiert nicht nur einen Staat, sondern auch die Hoffnungen und Träume aller Juden

Bei der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben Augsburg (IKG) sorgt der Vorfall für Entsetzen und Kritik. „Nur durch das mutige Eingreifen der Passantin wurde das Anzünden vereitelt“, so Hermann Bredl, Pressesprecher und Beauftragter gegen Antisemitismus der IKG. „Anbetracht der angespannten Atmosphäre der vergangenen Woche nach den grauenhaften Ereignissen in Israel und den Warnungen der Sicherheitsbehörden vor potenziellen Übergriffen gegen jüdische Einrichtungen sind wir sprachlos angesichts der Tatsache, dass keine ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen am vergangenen Freitag diesbezüglich ergriffen worden waren“, so Bredl weiter in einer Stellungnahme der IKG. Es sei inakzeptabel, dass die Stadt Augsburg es unterlassen habe, „an diesem besonderen Freitagabend, an dem man mit möglichen Übergriffen und Angriffen rechnen musste, angemessene Ordnungskräfte in unmittelbare Nähe der  Flagge zu platzieren.“ Diese Fahne symbolisiere nicht nur einen Staat, sondern auch die Hoffnungen und Träume aller Juden, so Bredl.  

Seit Montagmittag hängt nun die israelische Nationalflagge wieder an einem Fahnenmast auf dem Rathausplatz – zwischen der ukrainischen und der Friedensstadt-Fahne.  „Dass die Flagge nicht angezündet wurde, liegt nicht zuletzt am beherzten und gleichzeitig besonnenen Eingreifen einer mutigen Bürgerin. Ihr gilt mein großer Dank“, so Oberbürgermeisterin Eva Weber.

OB Eva Weber: „Unsere Solidarität kann man nicht herunterreißen“

In einer ersten Reaktion hatte die OB bereits am Samstagmorgen mitgeteilt: „Derartige Vorkommnisse werden auf das Schärfste verurteilt. Anfeindungen gegen Israel auf Augsburg Boden dulden wir nicht!“ Außerdem kündigte sie an: „Unsere Solidarität kann man nicht herunterreißen, wir werden sie weiter sichtbar zeigen.“ Dies ist seit Montagmittag wieder der Fall. Eine neue israelische Flagge wurde am Fahnenmast hochgezogen, um der Solidarität der Stadt Augsburg mit Israel Ausdruck zu verleihen. „Die Israel-Flagge hängt wieder am Rathausplatz – im Herzen unserer Stadt. Denn genau dort zeigen wir, dass wir fest an der Seite unserer jüdischen und israelischen Bürgerinnen und Bürgern stehen“, so Oberbürgermeisterin Eva Weber.

Intensiver Austausch mit Polizei

Zudem steht die Stadt in intensivem Austausch mit dem Polizeipräsidium Schwaben-Nord. Beide Behörden vollziehen die seit Samstag geltende Allgemeinverfügung, die die Stadt angesichts der terroristischen Angriffe im Nahen Osten und der bundesweit beobachteten Aufrufe zu israelfeindliche Aktikonen erlassen hat. Sie regelt unter anderem die Untersagung des Mitführens bzw. der Verwendung bestimmter Symbole und Kennzeichen wie etwa der iranischen Revolutionsgarden. Ebenso wird das Zerstören und Beschädigen von Hoheitszeichen ausländischer Staaten untersagt. Die Verfügung ist unter augsburg.de/amtliche-bekanntmachungen veröffentlicht.

Nach der Tat am vergangenen Freitagabend wurde der ohnehin Ende vergangener Woche bereits verstärkte Objekt- und Raumschutz auch auf den Rathausplatz ausgeweitet.

gesamten Beitrag lesen »



Terror gegen Israel: Augsburger Stadtrat steht an Israels Seite

Bis auf die vier Stadträte hat der Augsburger Stadtrat großer Mehrheit eine Stellungnahme zum Geschehen in Israel abgegeben  Seit dem 7. Oktober 2023 haben die terroristische islamistisch-antisemitische Hamas und andere palästinensischer Terrorgruppen israelische Grenzstädte angegriffen, tausende Raketen auf Israel abgefeuert sowie israelische Zivilisten und Zivilistinnen, Soldatinnen und Soldaten entführt und ermordet.  Die Stadtratsfraktionen CSU, BÜNDNIS 90/DIE […]

gesamten Beitrag lesen »



Hamas-Terror: Stadt untersagt Mitführen bestimmter Fahnen, Symbole und Parolen

Stadt erlässt Allgemeinverfügung für Versammlungen im Stadtgebiet – Vor dem Hintergrund der Terror-Angriffe in Israel untersagt die Stadt unter anderem das Mitführen bestimmter Fahnen, Symbole und Parolen Die Stadt Augsburg erlässt angesichts der terroristischen Angriffe im Nahen Osten und der bundeweit beobachteten Aufrufe zu israelfeindlichen Aktionen sowie der Vorkommnisse unter anderem in Berlin und München eine […]

gesamten Beitrag lesen »



Stadt heißt neue Staatsbürger willkommen

852 Eingebürgerte aus 78 Nationen zwischen 2019 bis 2020 wurden von der Stadt mit einer Feier willkommen geheißen Mit einer Einbürgerungsfeier – der ersten seit Beginn der Pandemie – hat die Stadt Augsburg am gestrigen Mittwoch, im Goldenen Saal Personen aus Augsburg begrüßt, die zwischen 2019 und 2020 zu neuen Staatsbürgern Deutschlands wurden. Eingeladen waren […]

gesamten Beitrag lesen »



Hamas-Terror in Israel: FDP will Solidaritätskundgebung in Augsburg

Die Augsburger FDP fordert, dass die Stadt Augsburg – analog zu München – eine „Solidaritätskundgebung auf die Beine stellt“ „Die schrecklichen Bilder und Nachrichten, die uns aus Israel erreichen, sind auch wenige Tage nach Kriegsbeginn zutiefst schockierend und erschütternd. Daher verurteile ich im Namen der FDP Augsburg den Terror der Hamas und anderer Organisationen: Israel […]

gesamten Beitrag lesen »



Israelitische Kultusgemeinde Augsburg: Stadt soll Reimann-Vortrag unterbinden

Die Israelitische Kultusgemeinde Augsburg (IKG) fordert die Absage des Ersatztermins eines Vortrags von Jakob Reimann in städtischen Räumen. Bezugnehmend auf den DAZ-Artikel vom gestrigen Montag („Die ersten Statements aus Augsburg“) positioniert sich die Israelitische Kultusgemeinde Augsburg dafür, „einseitigen Veranstaltungen“ die Stirn zu bieten. Die Israelitische Kultusgemeinde Augsburg fordert in einem dringenden Appell die Oberbürgermeisterin der Stadt […]

gesamten Beitrag lesen »



„Bavaria stands with Israel!“

Zirka eintausend Menschen versammelten sich am gestrigen Montagabend vor der Feldherrnhalle in München, um Trauer und Solidarität mit Israel zum Ausdruck zu bringen. Von Bernhard Schiller Die Botschaften der Redner können wie folgt zusammengefasst werden: Dem Terror sei in jeglicher Form der Nährboden zu entziehen. Auch und insbesondere in Deutschland, und zwar in jeder einzelnen […]

gesamten Beitrag lesen »



Hamas-Terror in Israel: Die ersten Statements aus Augsburg

Der Großangriff der Hamas auf Israel hat zu einer Reihe von politischen Statements geführt, die eindeutig sind. Von Bundespräsident Steinmeier über Bundeskanzler Scholz zu CDU-Chef Merz wurden Solidaritätsbekundungen zu Israel verfasst. Das Entwicklungsministerium setzte alle Zahlungen vorübergehend aus. Die CDU will Konsequenzen für Pro-Hamas-Demonstranten. Nach den Angriffen der islamistischen Hamas auf Israel setzt Deutschland alle Finanzhilfen […]

gesamten Beitrag lesen »



Firnhaberau: Stadt eröffnet ersten Jugendunterstand

In der Firnhaberau können junge Menschen im Schillpark neue Freiflächen nutzen. Die Eröffnung erhält durch Politprominenz eine gewisse Höhe – OB Weber und Sozialreferent Schenkelberg werden anwesend sein In der Firnhaberau wird am Dienstag, 10. Oktober um 16 Uhr der erste Augsburger Jugendunterstand im Beisein von Oberbürgermeisterin Eva Weber, Sozialreferent Martin Schenkelberg und Joachim Herz – […]

gesamten Beitrag lesen »



Sporthallensanierung: Schritt für Schritt

Wie lange die Erhard-Wunderlich-Sporthalle noch saniert wird, steht in den Sternen. Die Stadt ist guter Dinge und hofft auf Bundesmittel. Die Erhard-Wunderlich-Sporthalle wird Stück für Stück saniert. Sie wurde 1965 gebaut und ist seit 2003 denkmalgeschützt. Ziel der Sanierung ist, die Augsburger Sporthalle wieder für überregionale Sportveranstaltungen nutzen zu können. Im Beisein von Oberbürgermeisterin Eva Weber, […]

gesamten Beitrag lesen »