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Kultur

Nordafrika zu Gast beim Water & Sound Festival der Kulturen

Das Festival der Kulturen verwandelt sich zu einer Woche zum Thema Wasser(knappheit) mit vielen Gästen aus Musik und Kunst

Star des Festivals: Fatoumata Diawara aus Mali in einer Zusammenarbeit mit den Augsburger Philharmonikern – Foto: © Aida Muluneh

Vom 28. bis 31. Juli und 6. bis 7. August bietet es an Orten des Augsburger Wassersystems ein breit gefächertes Programm mit Konzerten, Panels, Artist Talks, einer Ausstellung und einer Kunst-Performance. Das Festival versteht sich dieses Jahr auch als Teil des kulturellen Rahmenprogramms der Kanu-WM. Die Gäste kommen vor allem aus einigen Ländern der Sahara und Sahelzone, wo menschliches Leben nur in den Oasen möglich ist – eben dort, wo es Wasser gibt. 

Hintergründe über Nordafrika bei zwei Panels im Handwerkerhof

Ökologie, Politik und Kultur der Sahara und des Sahel werden an zwei Abenden im Handwerkerhof mit Panels, Artist Talks und Kurzvorträgen beleuchtet. Die BR-Journalistin Nabila Abdel Aziz will gemeinsam mit Experten der Uni Augsburg und KünstlerInnen Fakten ebenso wie Mythen darstellen und diskutieren. Es geht um die Wüste, den Staub und den Durst – vom islamischen Wasserrecht bis zu Antoine de Saint-Exupéry´s Bruchlandung in der libyschen Wüste. Die kulturellen Hintergründe der Musik der Tuareg und ihrer Verbindung zum Wasser analysiert der Brite Andy Morgan gemeinsam mit Musikerinnen aus der Region. In den Wassertürmen gibt es dazu eine Ausstellung mit Illustrationen des tunesischen Künstlers Skander Tej.

Parade des Wasservogels und interessanter Musik-Mix im Annahof

Der „Wasservogel“ ist inspiriert von einem mythischen altägyptischen Vogel und soll auch ein altes bayerisches Brauchtum wieder aufleben lassen. Eine große Bambusskulptur des Künstlers Sebastian Giussani wird am 29. Juli in einer Parade entlang der Bäche und Kanäle vom Siebentischpark bis zum Annahof getragen, begleitet von Musik der britischen Saxophonistin und Klangforscherin Laura Misch.

Im Anschluss gibt es im Annahof, der traditionellen Location des Festivals der Kulturen, ein Konzert der „Sahariennes“, vier international bekannter Sängerinnen aus Algerien, Marokko, Mauretanien und aus der Westsahara. Sie verschmelzen das musikalische Erbe der Sahara-Region mit Jazz und psychedelischen Grooves.

Später am Abend zündet Yemen Blues, eine Band aus Israel mit Wurzeln aus dem Jemen und Marokko. ein musikalisches Feuerwerk mit Elementen aus jemenitischem Gesang, westafrikanischen Rhythmen und Jazz, Funk, Blues und Soul.

Am 30. Juli geht es mit Konzerten im Annahof weiter: Es spielen Zilan & Aylin aus der Türkei eine Mischung aus traditionellen alevitisch-kurdischen und modernen Stilistiken; Alogte Oho mit seiner Band Sounds of Joy aus Ghana westafrikanisch-jazzige Rhythmen und Melodien, und das Kocani Orkestar aus Mazedonien mit wuchtigem Klang orientalisch-traditionelle Roma-Musik kombiniert mit urbanem Balkan-Pop.

Von Revolution und Unruhen geprägte Musik auf dem Rathausplatz

Parallel schlägt auf dem Rathausplatz die tunesische Performerin und Sängerin Emel Mathlouthi eine Brücke zwischen zeitgenössischem Elektro-Pop und traditioneller nordafrikanischer Musik. Sie wurde 2011 schlagartig mit einem Lied zur tunesischen Revolution bekannt, das ihr den Titel „Stimme des Arabischen Frühlings“ einbrachte.

Auch Bombino, in einem Tuareg-Lager in Niger geboren, erlebte eine Zeit politischer Unruhen und musste zeitweise nach Algerien fliehen. Vorbilder für sein Gitarrespiel sind so unterschiedliche Musiker wie Jimi Hendrix, Mark Knopfler oder die Tuareg-Band Tinariwen (die auch schon in Augsburg gastierte): Sein Album Deran wurde 2018 für einen Grammy als bestes Album nominiert – zur großen Freude seiner nigerischen Fans. Der weltweit gefeierte Künstler bietet auf dem Rathausplatz eine energiegeladene Show.

Am Kuhsee: Augsburg, Kaufbeuren und Niger

Am 6. August kommen drei Bands auf die Bühne am Kuhsee. Den Anfang macht die Femme-Band Lilla Blue aus Augsburg mit einer Mischung aus Folk-Rock und Pop, gefolgt von Marcoca aus Augsburg/Kaufbeuren, die psychedelische Klänge mit Funk und Jazz vereinen. 

Etran de L´Air („Die Sterne von Air“, der Bergregion im Norden von Niger) sind in Agadez eine gefragte Band, die auf Hochzeiten spielen, aber auch auf politischen Veranstaltungen. Sie spielen einen panafrikanischen Stil von Desert Blues bis kongolesischem Soukouss. 

Star des Festivals: Fatoumata Diawara auf der Freilichtbühne

Die aus Mali stammende, Grammy-nominierte Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin Fatoumata Diawara packt in ihren Songs die unbequemen Themen der Region an, wie Zwangsheirat, Bildungsdefizite und Kriege. In vielfältigen Kooperationen hat sie schon mit einigen der Größten der zeitgenössischen Musik gearbeitet, aber auch in preisgekrönten Filmen mitgespielt. In ihrem jüngsten Projekt setzt sie sich mit der Geschichte historischer Manuskripte in Timbuktu und deren Rettung vor den Dschihadisten 2012 auseinander. Auf der Freilichtbühne tritt sie am 7. August gemeinsam mit ihrer Band und einem Ensemble der Augsburger Philharmoniker und Leitung des Arrangeurs Tom Jahn auf. Ein Festival-Abschluss, den man sich nicht entgehen lassen sollte!

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, nur für das Konzert auf der Freilichtbühne braucht man Karten (zu haben unter www.waterandsound.de). Für die Panels wird um Reservierung gebeten. (Sabine Sirach)

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„Aufbruch“ in die neue Spielzeit: Fröhliches und Ernsthaftes beim Theaterfest im Martinipark

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Evgenia Rubinova spielt Brahms 2. Klavierkonzert, B-Dur, op. 83

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Staatstheater: Endspiel im Bunker

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. Synthesizer und ihre Klänge stehen im Mittelpunkt einer außergewöhnlichen Veranstaltung im H2 – Zentrum für Gegenwartskunst. Gemeinsam mit dem KLANGLABOR der Fakultät für Gestaltung der […]

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