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Sonntag, 11.10.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Kultur

Historische Feste: CSU geht auf Dirk Wurm los

Der Wahlkampf macht es möglich: Die CSU will den Fortbestand der „historischen Feste“ in Augsburg sichern und feuert dabei eine schwere Breitseite gegen Ordnungsrefent Dirk Wurm (SPD), der nach Sozialreferent Stefan Kiefer (SPD), Umweltreferent Reiner Erben (Grüne) und Bildungsreferent Hermann Köhler (CSU) zum „neuen Watschenmann“ des Regierungsbündnisses „ernannt“ wurde.

So sah der Park am Roten Tor nach dem letzten historischen Fest aus © DAZ

Wie der Berichterstattung der Augsburger Allgemeinen vom 3. Juni 2019 zu entnehmen sei, sei weder eine konzeptionelle noch organisatorische Neugestaltung der Historischen Bürgerfeste erreicht worden. Auch eine erfolgsversprechende Handreichung durch das Ordnungsreferat – zuständig für die Koordination der Historischen Feste in Augsburg – zur Konzeption eines solchen Festes sei nicht erfolgt. „Diesem für alle Seiten unzufrieden stellenden Agieren soll ein Neuanfang unter inhaltlicher Federführung des Kulturreferates erfolgen“, so giftet die CSU gegen einen von ihr mitgewählten Referenten der Augsburger Stadtregierung. Gemeint ist Dirk Wurm, der nach Auffassung der CSU seine Zuständigkeit an Kulturreferent Thomas Weitzel abgeben soll.

„Was lange währt, wird niemals gut: So könnte man die seit Jahren andauernden Gespräche des zuständigen Ordnungsreferenten mit der IG Historisches Augsburg e.V. betiteln. Trotz Referatszuständigkeit und Sensibilisierung für die schwierige Situation der IG sind die Versuche der Dachorganisation der erfolgreichen und überregional aktiven historischen Vereine und Akteure der Stadt bei ihrer Neuaufstellung zur Hand zu gehen, erfolglos verlaufen.“ Mit diesem Monstersatz wettert die CSU gegen Dirk Wurm, der für die SPD als designierter Oberbürgermeisterkandidat gegen die CSU-Kandidatin Eva Weber antreten soll.

Die CSU-Fraktion schlägt nun „als letzten Rettungsanker“ vor, „dass die Verwaltung die IG in die Lage versetzt, ein zukunftsfähiges Konzept für die kommenden 10 Jahre zu erarbeiten“, so der Fraktionsvorsitzende Bernd Kränzle.  Die CSU-Fraktion im Augsburger Rathaus hat aus diesem Grund einen Antrag an Oberbürgermeister Kurt Gribl gestellt, die Neukonzeption und organisatorische Unterstützung in neue Hände zu geben.

„Ein neuer Festzyklus soll im Kontext von kulturhistorisch bedeutenden Daten der Augsburger Geschichte aufgesetzt werden. Der erste Aufschlag könnte bereits 2021 umgesetzt werden“, so der kulturpolitische Sprecher der CSU-Fraktion, Andreas Jäckel. Im Jahr 2021 steht für Augsburg das 500-jährige Jubiläum der Fuggerschen Stiftungen an. Die Fürstlich und Gräfliche Fuggersche Stiftungs-Administration bereite aus diesem historischen Anlass ein weitreichendes Programm für das Jahr 2021 vor, das in Abstimmung mit dem Kultur- und OB-Referat auch die Einbindung der IG Historisches Augsburg e.V. vorsehe. Gespräche dazu haben mit den Vorständen der IG Historisches Augsburg e.V. bereits stattgefunden und deren Zustimmung gefunden.

„Zum Beispiel könnte im Rahmen des Festjahres rund um den historischen, authentischen Ort „Fuggerei“ in der Jakobervorstadt ein neues Stadtviertelfest initiiert werden, das bis in die Roten Torwallanlagen reicht“, so CSU-Stadtrat Benedikt Lika. Diese Konzeption könne unter Zuhilfenahme der veranstaltungserfahrenen städtischen Tochtergesellschaft „Augsburg Marketing“ erfolgen, die durch die Ausrichtung der Augsburger Sommernächte große Erfahrungswerte in der Veranstaltungsorganisation habe, wie es in einer Pressemitteilung der CSU heißt.

Entsprechende Gespräche hat das Kulturreferat unter Referent Thomas Weitzel bereits initiiert. „Ich freue mich, wenn endlich etwas vorangeht“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Leo Dietz, „damit die IG das längst versprochene Veranstaltungskonzept dem Stadtrat vorlegen kann.“ 

Gleichzeitig solle dem Verein die Möglichkeit zum finanziellen Weiterbestehen ermöglicht werden, damit die organisatorische und konzeptionelle Vorbereitung bis 2021 ohne Druck ermöglicht werden könne, heißt es in dem CSU-Papier. „Für solche Gespräche hat Finanzreferentin Eva Weber bereits ein offenes Ohr signalisiert“, so der CSU-Fraktionsvorsitzende Bernd Kränzle. Übersetzt heißt das, dass der Verein aus der Stadtkasse höhere Zuschüsse erhalten solle.

Ordnungsreferent Dirk Wurm stellte die Historischen Feste unter der Regie der IG Historisches Augsburg e.V. in Frage, zumal der Verein damit Defizite machte. Ginge es nach Wurm, würde die Stadt die historischen Feste in Eigenregie durchführen.

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punkt7 thematisiert das unter Wirbelstürmen leidende Mosambik

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