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Samstag, 10.10.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Lokalpolitik

„Ein KZ-Außenlager ist kein Spekulationsobjekt“ – Initiative zur Halle 116 setzt Stadt unter Druck

Lange hat sich die Stadt Augsburg Zeit gelassen, das historische Erbe der Halle 116 einer angemessenen Nutzung zuzuführen. In der Halle befand sich ein Außenlager des KZ-Dachau. Nun hat sich eine Bürgerinitiative neu aufgestellt: „Initiative Denkort Halle 116“.

Halle 116 (c) DAZ

Halle 116 (c) DAZ


Damit steht die Stadt unter genauer Beobachtung und unter politischem Druck, denn das Bündnis setzt sich aus einer Reihe von Initiativen und Persönlichkeiten zusammen, die in der Stadt fest verankert sind und mobilisierungsfähig wären, käme es zu einem größeren Nutzungskonflikt bezüglich eines Gedenkortes im Kontext der Naziverbrechen.

„Die Initiative Denkort sieht mit großer Sorge, dass die Stadt ihre Ziele, die sie für die weitere Nutzung der Halle beschlossen hat, nicht konkretisiert. Die Halle, die komplett als Gemeinbedarfsfläche geplant war, wurde zum größten Teil in eine Gewerbefläche umgewandelt. Damit will man wohl einem privaten Investor entgegenkommen“, heißt es in einem Statement der Initiative, die sich vergangene Woche konstituierte und zu einer Sitzung eingeladen hatte, bei der auch der zuständige Kulturreferent Thomas Weitzel zugegen war. Weitzel wurde aufgetragen, die Halle als Gemeinbedarfsfläche zu sichern und in das Eigentum der Stadt Augsburg zu bringen. Nur dadurch könne sichergestellt werden, dass in dem Gebäude eine Nutzung erfolge, die die Vergangenheit des Baues würdige und die Pläne der Stadt, hier einen Lern- und Gedenkort zu schaffen, ermögliche.

Halle 116 (c) DAZ

Halle 116 (c) DAZ


„Begrüßt wurde, dass der Kulturreferent in der Halle Raum für die Erinnerungskultur in Augsburg sieht und er das Konzept von Professor Gassert eine Leitplanke für die künftige Nutzung eines Teils des Gebäudes nennt“, wie es in dem Statement heißt. Das Gassert-Konzept sieht vor, durch die Halle einen Geschichtspfad zu legen der die Entwicklung das Baues von seiner Entstehung als Teil einer Nazikaserne, über die Verwendung als KZ-Außenlager, bis zu seiner Nutzung durch das US-amerikanische Militär dokumentiert. Die Initiatoren zeigten sich darüber sehr irritiert, dass die Halle zu einem Großteil von einem privaten Investor genutz werden solle und zirka nur ein Viertel des Gebäudes als Gedenkort vorgesehen sei, da die Stadt kein Geld für eine große Lösung habe.

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Politik: Hillesheim tritt aus Brechtkreis aus

Augsburgs Brechtforscher Prof. Dr. Prof. h.c. Jürgen Hillesheim ist aus dem Augsburger Brechtkreis ausgetreten. Als Grund gab Hillesheim die „Politisierung des Brechtkreises“ an. Dem schillernden Augsburger Brechtforscher gefällt es nicht, dass sich der Brechtkreis für eine Resolution gegen Abschiebungen nach Afghanistan stark macht, die dem Augsburger Stadtrat zur Unterzeichnung vorgelegt werden soll.

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Linke: Frederik Hintermayr neuer Kreisvorsitzender

Am gestrigen Samstag wählten die Mitglieder der Augsburger Linken auf ihrer Jahreshauptversammlung einen neuen Kreisvorstand. Der langjährige Kreisvorsitzende Cengiz Tuncer war nicht mehr angetreten. Mit knapp 90 Prozent der Stimmen wurde sein bisheriger Stellvertreter, Bezirksrat Frederik Hintermayr zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der 25-jährige Hintermayr gab zu seiner Wahl folgendes Statement ab: „Ich freue mich über das […]

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Stadtrat: Thorsten Kunze wird Mitglied bei der CSU-Fraktion

Die Wechselspielchen im Augsburger Stadtrat gehen weiter: Thorsten Kunze (parteilos) wechselt zur CSU-Fraktion.

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Süchtigen-Treff: Stadt macht Branderstraße fix

Nachdem der Betreute Treff Oberhausen/Dinglerstraße an der CSU-Fraktion gescheitert war, zieht das Projekt nun in die Branderstraße 60 – trotz Bedenken der Anwohner.

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Stadtrat beschließt Bürgertalk zur AVV-Tarifreform

Am gestrigen Mittwoch beschloss der Stadtrat, dass die Stadtwerke bereits im März belastbare Zahlen bezüglich der umstrittenen Ticketreform vorzulegen haben. Im April könnten dann frühstmöglich Korrekturen und Verbesserungen nachgereicht werden. Bevor es dazu kommt, sollen die Stadtwerke mindenstens einen Bürgertalk (wie bei der Theatersanierung) durchführen.

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AVV-Tarifreform: SPD-Basis nimmt Eva Weber und CSU unter Beschuss

SPD-Ortsvereine geißeln die von CSU und Grünen im Stadtrat beschlossene Tarifreform des AVV. Die Tarifreform sehe teils erhebliche Verschlechterungen und Verteuerungen für Gelegenheitsfahrer und spezielle Abonnentengruppen vor. Der Ärger der Genossen richtet sich gegen die Abschaffung der Zone 10 bei den Bartarifen, die Anzahl der Haltestellen, die mit dem Kurzstreckenticket zurückgelegt werden können und gegen […]

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Quo vadis SPD? – Augsburger Jusos geißeln Sondierungsergebnis

Augsburger Jusos verurteilen Vorgehen der Parteispitze und vertreten die Auffassung, dass „ein gemeinsames Regieren mit der Union unmöglich ist“.

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Bürgersprechstunde(n) mit Bürgermeisterin Eva Weber

Bürgermeisterin Eva Weber geht auch im Jahr 2018 mit ihrer Bürgersprechstunde wieder in die Stadtteile.

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Neujahrsempfang der SPD Haunstetten

Zahlreiche Vereine und viele Bürger folgten der Einladung der SPD-Haunstetten zum Neujahrsempfang. Der Vorsitzende der SPD Haunstetten, Harald Eckart, gab nach der Begrüßung unter anderem einen kurzen Rückblick über die Aktivitäten im vergangenen Jahr 2017. Dann trat Margarete Heinrich ans Mikrofon.

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