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Freitag, 09.10.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Parteien

Kommunalwahl: ÖDP präsentiert ihr Programm im Netz

Das Wahlprogramm der ÖDP Augsburg verbindet öko­logische Nach­haltigkeit und Ressourcen­schutz mit einer betont bürgernahen, sozial gerechten Stadt­entwicklung. Es setzt auf eine resiliente Infra­struktur sowie auf den Erhalt analoger Teilhabe und geschlechter­sensibler Gesund­heits­förderung. Die DAZ hat das Programm gelesen und für die Leser zusammengefasst.

Von Bruno Stubenrauch

Anders als die PDF-Versionen der Wahlprogramme von CSU und Grünen hat das als Webseite verfügbare ÖDP-Programm ein Inhalts­verzeichnis. Aus diesem heraus kann man die Einzel­themen direkt anspringen:

  • Augsburg braucht mehr Bäume
  • Augsburg braucht einen besseren Öffentlichen Personen­nahverkehr (ÖPNV)
  • „Friedensstadt Augsburg“ neu denken
  • Recht auf ein analoges Leben ohne Digitalzwang
  • Augsburg soll wieder sauber werden
  • Augsburg sorgt sich um einen guten Wasser­haushalt – denn Wasser ist Leben
  • Augsburg macht sich stark für frauen­spezifische Gesundheit
  • Augsburg stärkt die heimische Wirtschaft

Zu den Themen im Einzelnen:

Augsburg braucht mehr Bäume

Angesichts des Klimawandels strebt die ÖDP eine Ausweitung städtischer Grünflächen an. Da Nach­pflanzungen Altbäume ökologisch nicht sofort ersetzen, bedarf es einer Budget­erhöhung für die Grünpflege und das zuständige Amt. Mit einem Bürger­begehren soll die Neupflanzung von 7.000 Bäumen initiiert werden.

Augsburg braucht einen besseren Öffentlichen Personen­nahverkehr (ÖPNV)

Angestrebt wird ein flächen­deckender 15-Minuten-Bus-Takt und eine bessere Abstimmung der Umstiegs­punkte. Ein Straßenbahn-Bypass soll das Netz entlasten und die Erreich­­barkeit der Stadt­teile bei Veran­­staltungen sichern. Hierzu strebt die ÖDP zusammen mit der altaugsburg­gesellschaft ein Bürger­begehren an.

„Friedensstadt Augsburg“ neu denken

Die ÖDP definiert das Konzept der Friedensstadt als prozess­hafte Diskussions­kultur. Ziel ist eine inklusive Stadt­gesellschaft, die unter­schiedliche Lebens­entwürfe integriert und explizit Raum für den Austausch gegen­sätzlicher Meinungen schafft, ohne dabei ausgrenzend zu wirken.

Recht auf ein analoges Leben ohne Digitalzwang

Zur Vermeidung von Diskriminierung – insbesondere von Senioren oder Menschen mit Behinderung – fordert die ÖDP ein Recht auf die Nutzung öffent­licher Leistungen ohne Digital­zwang. Die Teilhabe am gesell­schaft­lichen Leben muss demnach auch ohne digitale Endgeräte oder obliga­torische Daten­preisgabe möglich bleiben.

Augsburg soll wieder sauber werden

Gegen die Vermüllung setzt das Programm auf verstärkte Reinigungs­zyklen, mehr­sprachige Hinweis­schilder und Bußgelder. Bürger­schaft­liches Engagement bei der Müll­beseitigung soll zudem öffentlich gewürdigt werden.

Augsburg sorgt sich um einen guten Wasserhaushalt – denn Wasser ist Leben

Für die ÖDP ist der Schutz der Wasser­versorgung als öffent­liches Gut obliga­torisch. Gefordert werden ein Monitoring der Grundwasser­bestände, die Begrenzung privater Entnahmen und die Umsetzung von Schwammstadt-Konzepten gegen Starkregen.

Augsburg macht sich stark für frauen­spezifische Gesundheit

Das Programm fordert eine geschlechter­sensible Medizin auf kommunaler Ebene. Konkrete Maßnahmen umfassen die kostenlose Bereit­stellung von Menstruations­produkten in öffent­lichen Gebäuden, Aufklärungs­initiativen zu Erkrankungen wie Endometriose und die Vernetzung lokaler medi­zinischer Akteure zur Schließung diag­nostischer Lücken.

Augsburg stärkt die heimische Wirtschaft

Zur Sicherung der Nahversorgung und der sozialen Funktion von Begegnungs­stätten strebt die ÖDP die Förderung des lokalen Einzel­handels und Handwerks an. Dies soll durch einen intensi­vierten Dialog zwischen Stadt­verwaltung und Betrieben sowie durch den Abbau büro­kratischer Hemmnisse erreicht werden.


Weiterführende Links:

ÖDP-Wahlprogramm 2026 im Netz

Das Programm als pdf (80 kB)

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