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Donnerstag, 08.10.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Städtebau

Sanierung Staatstheater: SPD-Fraktion hält an der Alternative Gaswerk fest

Die SPD-Fraktion ist angesichts der zu erwartenden hohen Kosten für den Bauteil 2 (Neubau) des Staatstheaters davon überzeugt, dass das Gaswerk als Standort eine echte Alternative ist.

„Es gibt bis dato keine konkreten Aussagen, wie hoch die zu erwartenden Kosten für den Neubau sein werden. Fakt ist aber, dass trotz einer Überplanung, sprich Reduzierung der (Brutto-)Geschoßfläche des Neubaus Mehrkosten auf die Stadt Augsburg zukommen werden. Es leuchtet auch überhaupt nicht ein, weshalb vor zwei Jahren gegenüber dem Augsburger Stadtrat argumentiert wurde, dass für einen ordnungsgemäßen Betriebsablauf 28.000 Quadratmeter dringend benötigt werden, wenn jetzt 21.000 Quadratmeter ausreichen sollen. Da sind noch zu viele Fragen offen und die Zeit drängt“. So äußert sich Dr. Florian Freund, SPD-Fraktionsvorsitzender in einer Pressemitteilung.

Die SPD-Fraktion bringt aufgrund der befürchteten Mehrkosten eine dauerhafte Bespielung des Staatstheaters auf dem Gaswerkgelände ins Spiel: „Für die Ertüchtigung des Gaswerks wurden bisher weit über 100 Millionen Euro investiert. Dieses Geld wurde insbesondere für die Ertüchtigung des Ofenhauses und auch des Parkdecks verwendet, also für das Staatstheater. Diese Kosten müssen zur Theatersanierung herangezogen werden,“ so Freund.

SPD-Oberbürgermeisterkandidat Dirk Wurm bläst ins gleiche Horn: „Der vom Augsburger Stadtrat beschlossene Kostenrahmen für die Sanierung des Staatstheaters in Höhe von 189 Millionen Euro muss eingehalten werden. Die SPD-Fraktion wird einem überteuerten Neubau nicht zustimmen.“ Ungeklärt für Wurm auch der Gedanke, was mit dem Gaswerkareal passiert, sollte das Staatstheater ausziehen: „Alleine mit der Nutzung des Ofenhauses durch die freie Künstlerszene und mit dem Modular ist ein dauerhafter Betrieb auf diesem riesigen Gelände nicht sichergestellt. Um den Betrieb auf dem Gaswerk zukünftig kostendeckend bespielen zu können, muss ein großer Ankermieter, wie das Staatstheater dauerhaft ansässig sein. Wenn der größte Teil des Gaswerkareals brachliegt, wird es für die Stadt schwierig die freie Künstlerszene zu unterstützen. Durch millionenschwere Investitionen hat sich das Gaswerkareal von einer Industriebrache zu einem Kreativquartier weiterentwickelt.“

Um zu verhindern, dass sich die ehemalige Industriebrache nicht zu einer „Kulturbrache“ entwickelt, hält OB-Kandidat Wurm und die SPD-Fraktion an der Alternative der 2. Spielstätte des Staatstheaters auf dem Gaswerkareal fest.

 

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