DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Donnerstag, 08.10.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Museen

Römisches Museum: Stadt will diesmal kosten­bewusst vorgehen

Noch ist es zu früh für Spekulationen, wie das neue Römische Museum einmal aussehen wird, doch schon jetzt steht fest: Beim nächsten städtischen Groß­projekt sollen die Kosten die oberste Priorität genießen.

Von Bruno Stubenrauch

Römisches Museum, Entwurfs­variante aus der Mach­bar­keits­studie

So lautete der Tenor der Stadtrats-Presse­konferenz im Vorfeld der Stand­ort­ent­scheidung, die an diesem Donners­tag im Stadtrat auf der Tages­ordnung steht. Ober­bürger­meisterin Eva Weber erinnerte daran, dass man sich noch im Stadium einer Mach­bar­keits­studie befinde – einer Studie, die sich primär mit der Stand­ort­frage befasst und nicht mit dem kon­kreten Bauentwurf.

Kostenbremse bei 60 Millionen Euro

Die Studie geht auf Basis eines vom Leiter der Stadt­archäo­logie, Dr. Sebastian Gairhos, er­stellten Raum­programms von rund 75 Milli­onen Euro Gesamt­kosten für das Römische Museum aus. Die habe die Stadt nun auf 60 Milli­onen gedeckelt (DAZ berichtete). „Jetzt müssen wir schauen, was man dafür bekommt“, so Eva Weber. Die bevor­stehen­den Planungen hätten sich an dieser Ober­grenze auszurichten.

Stadtdirektor Thomas Schmidt-Tancredi stellte in Aussicht, dass die städti­schen Kunst­sammlungen und Museen auch mit einer redu­zierten Aus­stellungs­fläche leben könnten. Es fänden fort­laufend Gespräche statt. Das bisherige Raum­programm sieht sepa­rate Flächen für Sonder­aus­stellungen vor. Es sei jedoch denkbar, diese in die regulären Aus­stellungs­bereiche zu integ­rieren – ähnlich der Präsen­tation des „Zaren­silbers“ im Maxi­milian­museum. Dies könne aus Sicht der Stadt­archäo­logie sogar eine „spannende“ Option darstellen.

Unsicherheiten bei der staatlichen Beteiligung

Die exakte Höhe des finanziellen Beitrags des Frei­staats Bayern zum Neubau ist weiter­hin unbe­stimmt. Minister­präsi­dent Markus Söder hatte im Oktober eine Beteili­gung von „bis zu 50 Pro­zent der Investi­tions­kosten“ in Aussicht gestellt. OB Eva Weber stellte klar, dass mit „Investi­tions­kosten“ auf jeden Fall mehr gemeint sei als die soge­nannten „förder­fähigen Kosten“, die – wie etwa beim Staats­theater – üblicher­weise deutlich unter der Gesamt­investi­tion liegen.

Dass der Freistaat die neun Millionen Grund­stücks­wert des Areals – das er per kosten­losem Erb­bau­recht zur Verfügung stellen will – auf seine anteilige Investi­tion anrechnen wird, sieht OB Eva Weber nicht. Zuschuss und kosten­loses Erb­bau­recht seien immer getrennt von­ei­nander ver­handelt worden.

Weniger optimistisch äußerte sich Stadt­direktor Schmidt-Tancredi, der an den Ver­hand­lungen beteiligt war. Er sehe durchaus einen Zusammen­hang zwischen den beiden Kompo­nenten, darüber sei ledig­lich noch nicht dezidiert ver­handelt worden. Ein Signal, dass der Freistaat so vorgehen will, sei bisher aller­dings ausgeblieben.

gesamten Beitrag lesen »



Römer am Elfmeterpunkt – Archäologie trifft Fußball

Wo heute im Stadion gejubelt, gepfiffen und gezittert wird, rauschte vor 2000 Jahren das Alltagsleben einer römischen Siedlung. Den Funden beim Bau der Arena widmet sich jetzt eine Sonderausstellung im Zeughaus. Von Bruno Stubenrauch Ein erstaunliches Kapitel antiker Geschichte kam 2007 beim Bau des Stadions ans Licht: Schmuck, farbig schimmernde Glasgefäße und Amphoren aus fernen […]

gesamten Beitrag lesen »



Vom Gefängnis zum Geschichtsort: Das Römische Museum findet seinen Platz

Am gestrigen Montag, den 1. Dezember, tagte der – bisweilen wegen seines geringen Publikums­interesses als „Blümchen­ausschuss“ titulierte – Kultur­ausschuss vor ungewöhn­lich vollen Zuhörer­reihen. Auf der Tages­ordnung stand die zentrale Frage nach dem künftigen Standort eines neuen Römischen Museums. Von Bruno Stubenrauch   Römisches Museum – Symbolbild Der Beschlussvorschlag in Kürze: Die Stadt verfolgt – auf Basis […]

gesamten Beitrag lesen »



Terra A: Stellungnahme zugunsten der Karmelitengasse in der Standortfrage Römisches Museum – Teil II

von Dr. Ernst L. Schlee Heute geht es weiter mit Teil II der Stellungnahme zum Standort des Römischen Museums in Augsburg. Den Teil I finden Sie hier. II. Im vorangegangenen Teil wurde festgehalten, dass die Römerstadt in der letzten Phase ihrer Existenz um weit mehr als die Hälfte ihrer Ausdehnung geschrumpft war. Bei gleich­bleibender Südgrenze […]

gesamten Beitrag lesen »



CSU und Grüne sehen Weg für neues Römer­museum frei

Das geplante Römermuseum in Augsburg rückt näher: Die Stadtrats­fraktionen von CSU und Grünen begrüßen die entschei­denden Fort­schritte bei Finan­zierung, Standortwahl und Planungs­sicherheit, die die Verwaltung in ihrer Beschluss­vorlage für die Stadt­rats­sitzung am 11. Dezember aufgezeigt hat. Von Bruno Stubenrauch Römisches Museum, Entwurfs­variante aus der Mach­bar­keits­studie (Grafik: DAZ) Mit der Zusage des Freistaats Bayern, bis zu 50 Prozent […]

gesamten Beitrag lesen »



Terra A: Stellungnahme zugunsten der Karmeliten­gasse in der Standort­frage Römisches Museum

Von Dr. Ernst L. Schlee Nachdem man vernehmen konnte, dass die Karmeliten­gasse als Standort für ein neues Römisches Museum Aussicht auf Erfolg hat, erlaubt sich der Verfasser dieser Zeilen, seinen Zuspruch zu einer solchen Wahl zu äußern, deckt sie sich doch mit dem Vorschlag, den er bereits im Dezember 2014, zwei Jahre nach Schließung der […]

gesamten Beitrag lesen »



So will die Stadt das Römische Museum finanzieren

Der Neubau des Römischen Museums wird die Stadt Augsburg einen mittleren zwei­stelligen Millionen­betrag kosten – auch wenn der Freistaat sich kräftig beteiligt und das Grund­stück bereit­stellt. Zu viel, um die Summe auf einmal zu schultern. Deshalb setzt die Stadt auf ein Finan­zierungs­modell, das sich schon einmal bewährt hat. Von Bruno Stubenrauch Römisches Museum, Entwurfs­variante aus […]

gesamten Beitrag lesen »



Römisches Museum: Die Machbar­keits­studie ist endlich öffentlich

Noch im Dezember könnte die Stand­ort­entscheidung fallen Am 1. Dezember soll der Kulturausschuss vorberaten und bereits am 11. Dezember der Stadtrat einen Beschluss zur Wieder­belebung des Römischen Museums fassen. Als Ent­scheidungs­grundlage für die Stadträte hat die Stadt jetzt die schon seit einem Jahr intern vor­liegende Machbar­keits­studie frei­gegeben. Drei Standorte wurden verglichen. Die ehemalige Justiz­vollzugs­anstalt in der Karmeliten­gasse, […]

gesamten Beitrag lesen »



Kann das Ballenhaus am tim das Römische Museum aufnehmen?

Im Dezember 2025 sollen Kultur­ausschuss und Stadtrat über den Standort für ein neues Römisches Museum ent­scheiden. Basis ist eine Mach­bar­keits­studie, die die Stadt aber noch nicht frei­gegeben hat. Die DAZ hinter­fragt im Rahmen der Kolumne „Ausgeleuchtet“ alle drei möglichen Stand­orte: die ehemalige JVA in der Karmeliten­gasse, das Areal bei der Dominikaner­kirche und das Ballenhaus am […]

gesamten Beitrag lesen »



Kann das Grundstück der Berufs­schule III am Prediger­berg zusätz­lich das Römische Museum aufnehmen?

Im Dezember 2025 sollen Kulturausschuss und Stadtrat über den Standort für ein neues Römisches Museum ent­scheiden. Basis ist eine Machbar­keits­studie, die die Stadt aber noch nicht frei­gegeben hat. Die DAZ hinter­fragt im Rahmen der Kolumne „Ausgeleuchtet“ alle drei möglichen Stand­orte: die ehemalige JVA in der Karmeliten­gasse, das Areal bei der Dominikaner­kirche und das Ballenhaus am […]

gesamten Beitrag lesen »